Homöopathische Hilfe im Urlaub
Prellung, Sonnenbrand, Insektenstich: Wer nicht gleich zu chemischen Helferlein greifen möchte, kann es auch im Urlaub mal mit den kleinen homöopathischen Kügelchen namens Globuli versuchen. Hier erfahren Sie welche Mittel in die alternative Reiseapotheke gehören und worauf Sie bei der Anwendung achten sollten.
Bitte beachten Sie:
- Homöopathie ist nicht als Prophylaxe gedacht. Eine Malaria-Infektion kann man mit Globuli nicht verhindern! Das passende homöopathische Mittel findet man zudem meist erst durch eine exakte Analyse der Krankheitssymptome. Damit verhindert man aber keine Ansteckung.
- Beachten Sie die empfohlenen Impfungen für Ihr Reiseland - auch wenn Sie eine homöopathische Reiseapotheke im Gepäck haben!
- Verbessert sich Ihr Zustand nicht oder verschlimmert sich Ihre Krankheit sogar, dann gehen Sie zum Arzt.
- Wer sich mit homöopathischen Mitteln auskennt, kann sich seine Apotheke selbstverständlich selbst zusammenstellen. Alle anderen sollten sich von einem erfahrenen Homöopathen beraten lassen. Nicht zu viele Mittel mitnehmen, sonst wird es unübersichtlich.
- Alkohol, Kaffee, ätherische Öle und manche Kräuter (Zahnpasta, Kräutertee!) beeinträchtigen die Wirkung der Globuli.
- Die homöopathische Reiseapotheke enthält meist nur Akutmittel. Wer chronische Krankheiten homöopathisch behandeln lassen will, sollte sich ein "Konstitutionsmittel" von einem erfahrenen Homöopathen suchen lassen. Es ist auf die individuellen Symptome und Bedürfnisse eines Patienten abgestimmt.
Die korrekte Dosierung
Bei anhaltenden akuten Beschwerden im Urlaub empfehlen Homöopathen mit einer relativ niedrigen Dosierung (D6 bis D12) zu beginnen. Der Wirkstoffgehalt, die sogenannte Potenz, ist auf der Verpackung des Medikaments angegeben.
Homöopathische Akutmittel:
- Blasenentzündung: Cantharis
- Durchfall, Magengrimmen: Nux vomica
- Fieber (plötzlich hoch): Belladonna
- Fieber (langsam steigend): Ferrum phosphoricum
- Insektenstich (geschwollen, heiß): Apis
- Insektenstich (kühl, kein Bedürfnis nach Abkühlung): Ledum palustre
- Magen-Darm-Beschwerden (durch Speisen verursacht): Okoubaka
- Prellungen: Arnika
- Schürfwunde: Calendula
- Seekrankheit (mit Schwitzen, Übelkeit, Kreislaufschwäche): Tobacco
- Sehnenüberdehnung: Rutha graevolens
- Sonnenbrand (flammend rote Haut, überhitzt, berührungsempfindlich, heißer Kopf): Belladonna
- Sonnenbrand (schon mit Blasen): Cantharis
- Übelkeit im Auto: Cocculus (anfälligen Kindern jede halbe Stunde 2-3 Globuli geben)
Wie auch bei nicht rezeptpflichtigen Medikamenten gilt hier: Bestellungen im Internet sind oft wesentlich günstiger!